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Bad Bramstedt | Aktiv im Alter

Wann besteht ein Anspruch auf Kurzzeitpflege?

Bad Bramstedt (lm/tk) Manchmal ist die vorübergehende Pflege und Betreuung eines pflegebedürftigen Menschen in einer vollstationären Einrichtung nötig. Hier kann die Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden – eine Leistung der Pflegeversicherung oder des Sozialhilfeträgers.

Die Kurzzeitpflege kann zum einen die Zeit zwischen Krankenhausaufenthalt und dem Beginn einer häuslichen Pflege überbrücken. Zum anderem kann sie als Urlaubs- oder Krankenvertretung den pflegenden Angehörigen entlasten oder bei vorübergehender gesundheitlicher Verschlechterung des Pflegebedürftigen eine Krisensituation auffangen.

Welche Voraussetzungen sind nötig?
Ist die Versorgung des Pflegebedürftigen in den eigenen vier Wänden zeitweise noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang möglich und eine teilstationäre Pflege reicht nicht aus, ist die Kurzzeitpflege für bis zu acht Wochen pro Jahr möglich. Die Kurzzeitpflege lässt sich zudem relativ einfach und unbürokratisch mit der häuslichen Verhinderungspflege kombinieren.Das kann beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt, wenn aufgrund eines noch hohen Pflegeaufwandes die Unterbringung in einer stationären Einrichtung notwendig ist, geschehen.

Vorteile durch Kombination mit anderen Leistungen
Daraufhin kann dann dafür auch der Anspruch auf Verhinderungspflege verwendet werden. Die Pflegekasse übernimmt dafür bis zu 3.224 Euro. Umgekehrt ist das bei der Verhinderungspflege ebenso möglich. Das bedeutet für pflegende Angehörige, dass sie genau die Unterstützung wählen können, die in der individuellen Situation am besten hilft. Ausführliche Informationen zu Anspruchsvoraussetzungen, Art und Umfang des Anspruchs von Kurzzeitpflege gibt es direkt bei der Pflegekasse.

Aber wo?
Kurzzeitplege wird in unterschiedlichen Wohnformen angeboten. Es gibt spezielle Kurzzeitpflegeeinrichtungen mit Hotelcharakter, die das Gefühl von Urlaub vermitteln. Viele Seniorenheime halten hierfür auch Zimmer bereit. Grundsätzlich müssen diese aber durch einen Versorgungsvertrag mit den Pflegekassen zur Kurzzeitpflege zugelassen sein. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Kurzzeitpflege aber auch in stationären Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen in Anspruch genommen werden, die keine Zulassung zur pflegerischen Versorgung nach SGB XI haben. Dafür muss der pflegende Angehörige in dieser Einrichtung, oder in der Nähe, eine Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme in Anspruch nehmen. Auch pflegebedürftige Kinder und Jugendliche können Kurzzeitpflege in für sie geeigneten Einrichtungen, die auf ihre besonderen Ansprüche ausgerichtet sind, nutzen. Das können beispielsweise Einrichtungen für behinderte Menschen oder ähnliche Versorgungsstätten sein. Auch hier ist ein Versorgungsvertrag mit den Pflegekassen nicht zwingend notwendig. Die Altersgrenze liegt bei 25 Jahren.

Foto: Das Angebot der Kurzzeitpflege greift als Notanker, wenn nach einem Krankenhausaufenthalt der Pflegeaufwand noch zu hoch ist, um in die eigenen vier Wände zurückzukehren oder wenn der pflegende Angehörige ausfällt.

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