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Bad Bramstedt | Gemeinde Großenaspe

Atommüll im Kreis Segeberg?!

Bad Bramstedt/Großenaspe ( JHW/ KV) Über 300 Bürger, fast 10 % der Großenasper Einwohner, waren am Montag, 18. Juli zur Einwohnerversammlung zum Thema Deponierung von Bauteilen aus den Kernkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel gekommen.

Bürgermeister Torsten Klinger begrüßte auf dem Podium Dr. Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, der überraschend persönlich vor Ort war, sowie drei Mitarbeiter aus dem Ministerium Dr.Jürgen Müller, Dr. Dr. Jan Backmann und Dipl. Ing. Uwe Meyer sowie Ole Eggers Landesgeschäftsführer BUND, Reimer Brüggen Deponieleiter Großenaspe und Dr. Axel Bernstein MdL. Dr. Robert Habeck machte deutlich, dass jetzige die wichtigste Aufgabe sei die Atomanlagen sicher zurückzubauen und diese Aufgabe in dieser Generation zu vollbringen ist und nicht auf nächste verschoben werden darf. „Wir reden heute über 2% der anfallenden Abfälle. Wir reden nicht über Atommüll“, so Habeck „ Diese 2% sind nicht recyclebares Material und müssen deshalb auf eine Deponie sie liegen aber mit ihrer Radioaktivität unterhalb des Grenzwertes der Strahlenverordnung. Insgesamt fallen bei dem Kraftwerksrückbau 300.000 Tonnen Müll an. Davon sollen 2% auf die sieben Deponien in Schleswig Holstein verteilt werden.“

Dr. Jürgen Müller und Dipl. Ingenieur Uwe Meyer erläuterten den Anwesenden in einem Vortrag noch einmal genau die zu erwartende Strahlenbelastung und das anfallende Müllaufkommen.. In manchmal hitzigen aber sehr sachlichen Diskussionen machten die Bürger Großenaspes ihren Befürchtungen Luft. Die Angst vor Wertverlusten bei Haus und Grundstücken wurde ebenso deutlich gemacht wie die Angst vor Gesundheitsrisiken. So wurde noch einmal deutlich angesprochen, dass viele Bürger um die Qualität des Trinkwassers fürchten, da die Deponie in unmittelbarerer Nähe des Wasserwerkes liegt. Hier hakte auch Ole Eggers Landesgeschäftsführer BUND aus Kiel ein. Auch für ihn ist der sichere Rückbau wichtig, jedoch sieht er den höchstzulässigen Jahres-Radioaktivitätswert von derzeit 10 Mikrosievert als zu hoch an. Der BUND fordert hier eine Absenkung auf ein Mikrosievert. Der Deponieweg ist aus seiner Sicht der sichere Weg. Karsten Hinrichs von Brokdorf Akut, regte an, den Müll in den AKW Standorten zu belassen und für die nächsten 50 Jahre in den geleerten Maschinenhäusern zu verwahren. Das konnte Minister Habeck nicht zusagen, betonte aber, dass er hier weitere gemeinsame Gespräche wünscht, um nicht am Ende zu einer Minister Lösung kommen zu müssen. Minister Habeck bekam von der Mitinitiatorin des Bürgerprotestes Traute Asbahr sowie dem Ortsvorsitzenden Ronald Krüger der CDU Großenaspe eine Unterschriftenliste mit 1.600 Unterschriften gegen die Deponie- Lösung überreicht. Traute Asbahr und ihre Mitstreiter konnten somit über die Hälfte der 3.000 Einwohner mobilisieren.
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