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Bad Bramstedt | Reise-Kolumne

Zurück in Deutschland – Svenjas Fazit zu ihrem Auslandsjahr

Bad Bramstedt (sv/kv) Nach neun Monaten ist nun eine sehr aufregende Work & Travel Zeit zu Ende gegangen und ich bin wieder in Deutschland angekommen.

Die letzten Wochen hatte ich nochmal genutzt, um im Arkaroola Resort in den Flinders Ranges meine Reisekasse aufzufüllen und mich von liebgewonnenen Menschen dort zu verabschieden. Ein Stopover in Singapur, sozusagen als Urlaub vom Urlaub, war der geplante Abschluss meiner Reise.

Das Hostel, welches ich gebucht hatte, war diesmal etwas gehobener, als die, in denen ich sonst übernachtet hatte. Mit Vorhängen vor den Bettkojen gab es endlich mal – Privatsphäre! Von hier aus war es nur ein Katzensprung zur Chinatown und zur Foodstreet und ein Busstop lag direkt vor der Tür.

Stopover in Singapur
Singapur zu entdecken ist mit dem „Hop-On- Hop-Off“ Busticket für 47 Dollar (35 Euro) sehr einfach. Hier besteht die Möglichkeit, auf verschiedenen Routen durch die Stadt zu fahren, was mir das Erkunden wesentlich erleichterte. Also ging es zu dem Botanischen Garten „Little India“ und der Insel Sentosa, auf der die Universal Studios liegen.

Aus Versehen landete ich auf einem Star-Wars-Festival, als ich mir Gardens by the Bay, Cloud Garden und den Flower Dome ansehen wollte. Gardens by the Bay ist ein riesiges Gartengebiet aus aufgeschüttetem, erschlossenem Land. In dem 101 Hektar großen Gebiet befinden sich verschiedene Themengärten und die sogenannten „Super Trees“. Diese Metallbäume sind bis oben hin bepflanzt und fangen unter anderem eigenständig genug Regenwasser auf, um ihre Bepflanzung zu wässern. Nach Sonnenuntergang kann man sich unter diesen Super Trees versammeln und die spektakuläre Licht- und Tonshow anschauen – am 4. Mai natürlich dank des Festivals mit Star-Wars-Soundtrack. Der Eintritt zu Gardens by the Bay ist dabei kostenlos, nur der Skywalk zwischen den Supertrees und die beiden Gewächshäuser Flower Dome und Cloud Garden erfordern Tickets. Ansonsten hatte Singapur für mich als Fan des asiatischen Essens sehr viel zu bieten und ich konnte sehr viele Speisen durchprobieren.

Mein Fazit
Ich habe Work & Travel in Australien ohne eine Organisation gemacht und das war für mich die richtige Entscheidung. Inwiefern die Jobdatenbank einer Organisation die Jobsuche vielleicht noch vereinfacht hätte, kann ich nicht beurteilen, aber meiner Erfahrung nach findet fast jeder in Australien einen Job, wenn er sich kümmert und keine zu hohen Ansprüche hat.

Während meiner Zeit in Australien habe ich so einige Fortbewegungsmöglichkeiten ausprobiert: von Bussen, Fähren und meinem eigenen Auto, das Mitfahren bei Anderen oder Trampen bis hin zu einem Flug im Kleinflugzeug ins Outback. Ob man nun das Risiko eingeht, sich ein eigenes Auto zu kaufen oder lieber den „Hop-On-Hop-Off“ Pass von Greyhound nimmt, bleibt jedem selbst überlassen. Für mich lag der größte Unterschied in Preis und Abhängigkeit.

Faszination Australien
Dadurch, dass mein Auto leider kaputt gegangen ist, habe ich keinen Cent durch den Wiederverkauf des Autos bekommen, was natürlich so nicht geplant war. Dafür musste ich nicht an Bushaltestellen warten, zu bestimmten Zeiten losfahren und war unabhängig von Anderen. Ich konnte abgelegenere, schöne Orte besuchen und mit dem Zelt an wirklich tollen Stellen übernachten. Das war für mich definitiv den Preis wert.

Gut ist es, wenn es Jobs auf Farmen und in Resorts o.ä. zu ergattern gibt, wo man auch eine Übernachtungsmöglichkeit und Anschluss an das Familienleben bekommt. Mir wurden Orte gezeigt, die ich sonst nie gesehen hätte und ich lernte die Kultur besser kennen. In Hostels trifft man offensichtlich weniger Australier und dafür sehr viele Deutsche. Am Anfang wurde mir gesagt, dass ich an der Ostküste kein Wort Englisch sprechen müsste, wenn ich nicht wollte. Das war zwar ein wenig übertrieben, aber leider trotzdem wahr. Ein Großteil der Backpacker sind Deutsche, gefolgt von Franzosen und Engländern. Und in den großen Touristenpunkten haben sich die Läden darauf eingestellt und sprechen einen ganz leger auf Deutsch an, was ich persönlich sehr schade finde. Wer so etwas verhindern möchte, sollte sich ein wenig abseits der typischen Ostküstenroute halten.

Tritt man nicht gerade in einer deutschsprechenden Gruppe auf, ist es relativ leicht Kontakt zu Australiern zu knüpfen. Das Klischee vom „easy-going“ Australier bestätigt sich in vielen Fällen und so kommt man sehr leicht ins Gespräch. Außerdem habe ich eine große Hilfsbereitschaft festgestellt, ohne dass eine Gegenleistung erwartet wird.

Meine Lieblingsplätze
Meine persönlichen Lieblingsplätze in Australien waren solche, die im großen Kontrast zu Deutschland stehen. Einerseits der Lamington Nationalpark mit seinem Regenwald, andererseits das südaustralische Outback mit den weiten Ebenen und seiner Farbvielfalt. Außerdem natürlich viele verschiedene Strände mit weißem Sand, die einheimische Tierwelt und natürlich Kängurus!

bad-bramstedt Reise-Kolumne