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Bad Bramstedt | SPD

Fläche am Düsternhoop soll ausgeschrieben werden

Bad Bramstedt (em) Die Sozialdemokraten der Rolandstadt engagieren sich weiter für die Schaffung bezahlbarer Wohnungen. Nachdem es der SPD gelungen ist, nach Jahrzehnten des Stillstands wieder ein erstes Projekt an der Bimöhler Straße voranzubringen, will sir, dass die städtischen Flächen am Düsternhoop – ehemals Bundespolizei - für sozialen Wohnungsbau und soziale Eigentumsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden.

Pressesprecher Jan-Uwe Schadendorf: „Die Stadt hat vor eineinhalb Jahren einen Teil des Geländes der Bundespolizei am Düsternhoop zur sehr günstigen Bedingungen erwerben können. Die Bedingung des Bundes als Verkäufer war, dass die Fläche für den Bau von günstigem Wohnraum bereit gestellt wird. Ein erster Schritt ist das im Bau befindliche Gebäude nach dem sogenannten Kieler Modell. Doch es sind dann noch rund fast 5.000 Quadratmeter Grundstück übrig. Diese Fläche wollen wir dafür verwendet sehen, dort weiteren sozialen Wohnungsbau entstehen zu lassen.“

Die Sozialdemokraten denken daran, dass die Stadt die Fläche in einem Bewerberverfahren gemeinnützigen Wohnungsunternehmen und Privatfirmen angeboten wird. Zuschlag soll dabei nicht diejenige Firma bekommen, die den höchsten Preis bietet, sondern die das beste Konzept für Entwicklung der Fläche vorlegen kann. Die SPD strebt dabei eine Mischung an, die verschiedene Zielgruppen erreichen kann. Manfred Spies, Vorsitzender des städtischen Sozialausschusses: „Wir möchten junge Familien und ältere Menschen ebenso erreichen, wie Alleinstehende oder die Menschen im sogenannten besten Alter.“

Um das zu erreichen, schwebt den Sozialdemokraten vor, dass mindestens ein Drittel der Wohnungen bzw. der Flächen für Menschen bereitgestellt wird, die die Kriterien des sogenannten ersten Förderweges erfüllen (Kalt-Miete dann ca. 5,65 Euro pro Quadratmeter). Bis zu zwei Drittel der Wohnungen sollen für den zweiten Förderungsweg (etwa 7 Euro pro Quadratmeter) und für selbst genutzte Eigentumsmaßnahmen des sozialen Wohnungsbaus bereit gestellt werden. Letzteres soll auch Familien mit mittleren Einkommen den Weg zu Eigentum und so zu einer zusätzlichen Altersvorsorge ermöglichen.

Ein Bewertungskriterium der Angebote wird für die SPD auch sein, wie lange die Sozialmieten festgeschrieben werden. Da kennt das Gesetz Fristen von bis zu 35 Jahren. Jan-Uwe Schadendorf: „Die Wohnungsunternehmen und Bauträger klagen häufig, dass Bauland zu teuer sei und deshalb kein günstiger Wohnungsbau dargestellt werden könne. Nun werden wir sehen, ob das Angebot eines wirklich günstigen Grundstückspreises für ein innerstädtisches Grundstück einhergehend mit einer guten Nutzbarkeit des Grundstückes zum Ziel führt, das wir uns wünschen.“

Die SPD wird diesen Vorschlag in die Beratung der städtischen Ausschüsse einbringen und hofft, dass auch die anderen Parteien sich anschließen und die Forderung nach bezahlbaren Wohnraum nicht nur auf den Lippen führen, sondern auch in die Tat umsetzen helfen. Schadendorf: „Wer allein schon die Themen Altersarmut oder die Probleme von Alleinerziehenden mit Kindern oder Familien mit mehreren Kindern sieht, der kann zu keinem anderen Schluss kommen, als das bezahlbarer Wohnraum dringend erforderlich ist.“

Die SPD erinnert zudem: „Es wäre gut, wenn auch die Nachbargemeinden Bad Bramstedts für Sozialwohnungen Sorge trügen und dieses Thema nicht weiterhin allein bei der Stadt Bad Bramstedt belassen.“ Die „vornehme Zurückhaltung“ der Umlandgemeinden zu diesem Thema sei unverständlich, wenn man an das notwendige Zusammenwirken von Stadt und Umland denke, die Probleme unserer Zeit zu lösen.