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Bad Bramstedt | Klinikum Bad Bramstedt

„Aktionstag gegen den Schmerz“ am 2. Juni 2020

Bad Bramstedt (em) Auch in der Pandemie-Zeit ist es wichtig, das Thema Schmerz, das so viele Menschen in Deutschland betrifft, auf die Agenda zu setzen und Patientinnen und Patienten zu informieren und zu beraten. Daher beteiligt sich das Klinikum Bad Bramstedt am 2. Juni 2020 am 9. bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“.

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. und ihre Partnerorganisationen weisen auf die lückenhafte Versorgung von vielen Millionen Menschen hin, die an chronischen Schmerzen leiden. Die besonderen Umstände der Corona-Krise haben die Versorgung zusätzlich verschlechtert. Am 2. Juni finden bundesweit, unter den gebotenen und notwendigen Schutzvorkehrungen, in etwa 150 Praxen und Kliniken Aktionen zum Thema Schmerz statt. Von 9 bis 18 Uhr ist zudem eine bundesweite kostenlose Telefon-Hotline eingerichtet. Dort beantworten mehrere Dutzend Experten Patientenfragen rund um das Thema Schmerz. Im Klinikum Bad Bramstedt steht der stellv. Leitende Arzt der Klinik für Konservative Orthopädie und Interventionelle Schmerztherapie, Markus Jungbluth, für telefonische Fragen zum Thema Schmerztherapie zur Verfügung.

Etwa 23 Millionen Deutsche berichten über chronische Schmerzen. Bei sechs Millionen von ihnen sind die chronischen Schmerzen so deutlich ausgeprägt, dass sie sich im Alltag und im Berufsleben beeinträchtigt fühlen. Die Zahl derer, die unter chronischen Schmerzen und unter damit assoziierten psychischen Beeinträchtigungen leiden, liegt in Deutschland bei 2,2 Millionen. Die Versorgung von Schmerzpatienten ist jedoch lückenhaft und hat sich in den zurückliegenden „Pandemie-Woche“ sogar verschlechtert. Ziel des 9. bundesweiten „Aktionstags gegen den Schmerz“ ist es, über Information, Beratung und Aufklärung einen „Schutzschirm für Schmerzpatienten“ zu bieten.

„Die Zeiten, in denen Schmerzen ausschließlich mit Pillen behandelt wurden, sind lange vorbei. Wirksam ist ein Therapiekonzept, das zusammen mit dem Patienten alle Möglichkeiten der Behandlung auslotet“, sagt Markus Jungbluth. „Wir möchten Patienten darüber informieren, was heutzutage therapeutisch möglich ist. Mit unserer Beteiligung am Aktionstag möchten wir mit Patienten und ihren Angehörigen ins Gespräch kommen und sie beraten“, so der Schmerzexperte.

In seinem Anliegen wird er unterstützt von der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V., der mit über 3500 Mitgliedern größten wissenschaftlichen Schmerzgesellschaft Europas. „Wir brauchen einen Schutzschirm für Schmerzpatienten, erst recht während der Corona-Pandemie! Schmerzbehandlung ist ein Patientenrecht – und viele wissen gar nicht, welche Therapie-Optionen für sie infrage kommen und wo es Hilfe gibt“, so Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V „Wir verfügen mittlerweile über viele verschiedene und gut ‚evaluierte‘ Methoden der Schmerzbehandlung, die bekannter gemacht werden müssen. Beispielsweise die multimodale Schmerztherapie“, sagt Isenberg. Dabei werden Therapien aus verschiedenen Fachbereichen miteinander verbunden: Eine medikamentöse Behandlung, Physiotherapie, Psychotherapie, Entspannungsübungen oder Ergotherapie können zum Einsatz kommen. „Der Aktionstag gegen den Schmerz dient auch dazu, Einblicke in die verschiedenen Therapieansätze zu geben. Dabei stehen das Arzt-Patient-Gespräch und die individuelle Abstimmung natürlich im Zentrum“, ergänzt Isenberg. „Jetzt muss die Politik die Rahmenbedingungen für eine gute Schmerzbehandlung stärken. Viele Patienten irren jahrelang im Dschungel des Gesundheitswesens umher, bevor Sie adäquate Hilfe finden“, so Thomas Isenberg.

Bundesweiter Service: kostenlose Patienten-Hotline am 2. Juni 2020 von 9.00 bis 18.00 Uhr unter Tel.: 0800 18 18 120. Mit dabei: Markus Jungbluth, Stellvertretender Leitender Arzt der Klinik für Konservative Orthopädie und Interventionelle Schmerztherapie

Foto: Markus Jungbluth, Stellvertretender Leitender Arzt der Klinik für Konservative Orthopädie und Interventionelle Schmerztherapie im Klinikum Bad Bramstedt. Quelle: Klinikum Bad Bramstedt


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