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Bad Bramstedt | SPD

Energiewende bedeutet riesige Anstrengungen in Bad Bramstedt

Bad Bramstedt (em). „Auch in Bad Bramstedt werden rund 70% aller Wohnungen mit Gas beheizt,“ stellt Klaus-Dieter Hinck, SPD-Ortsvereinsvorsitzender fest, „bis 2045 müssen wir aus dem Erdgas ebenso ausgestiegen sein wie aus anderen fossilen Brennstoffen. Das erfordert riesige Anstrengungen für die Stadtwerke, die Stadt und alle Bürger*innen. Es laufen zwar erste Aktivitäten, aber es muss mehr passieren und wir brauchen einen Plan.“

Die Bad Bramstedter Sozialdemokraten beschäftigen sich seit Monaten mit alternativen Energieträgern, die in Bad Bramstedt möglich sein könnten, um für viele Haushalte Lösungen zu schaffen. Hinck: „Es macht nicht so viel Sinn, wenn jeder Einzelne sich in Investitionen stürzt, wenn ganz viele Bewohner eines Wohngebietes eine Lösung benötigen. Wir brauchen energetische Konzepte für ganze Wohnquartiere und ich denke dabei z.B. an den ganzen Bereich Schillerstraße oder Graf-Stolberg-Straße, die in den 1960er und 1970ern entstanden sind. Da müssen wir ran an Fördertöpfe der KfW Bank, die die Erstellung von energetischen Quartierskonzepten mit bis zu 75% fördert.“

Für Neubaugebiete hat die SPD mit großem Interesse aufgenommen, dass die Bürger-Windpark Wiemersdorf GmbH in Bad Bramstedt ein Wasserstoff-Projekt plant, aus dem mit der Abwärme einige 100 Haushalte klimaneutral mit Wärme versorgt werden könnten, die wahrscheinlich im Bereich des geplanten Auenland Quartiers liegen werden. „Da kann etwas entstehen, was zukunftsweisend ist. Zusätzlich brauchen wir Lösungen für den Altbestand in der Stadt, die für den einzelnen Haushalt bezahlbar sein müssen. Und das können nicht nur die derzeit so propagierten Wärmepumpen für Einzelverbraucher sein. Da gibt es nicht nur riesige Engpässe, sondern die Frage stellt sich, ob die Einzellösungen der richtige und kostengünstigste Weg für uns als Gemeinschaft sind,“ so Hinck.

Die SPD möchte daher in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken die Möglichkeiten prüfen lassen, in der Stadt Wärmenetze für Nahwärme aufzubauen, an die sich Haushalte anschließen können, statt in Einzellösungen zu investieren.

Klaus-Dieter Hinck: „Wir werden das Thema in den zuständigen Ausschüssen der Stadt auf die Tagesordnung bringen. Unsere Stadtwerke müssen dabei eine entscheidende Rolle spielen. Wenn sie kein Gas mehr verkaufen können, müssen sie mit etwas anderem ihr Geld verdienen. Dazu brauchen wir belastbare Konzepte.“

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